Worldcruisers zweiter Frühling (5/5)


Da stand ich nun zu Hause, habe ein Spitzenauto und nichts mehr zu schrauben. Das ging ja nun überhaupt nicht. Ein LandCruiser darf nicht fertig werden…

Im Land des Regens musste ich feststellen, dass die Dichtigkeit des Dachs an Qualität verloren hatte. Bei sintflutartigen Regenfällen fand auch der eine oder andere Regentropfen den Weg ins Wageninnere.

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So begann ich alle Nähte neu abzudichten. Das hauptsächliche Problem befand sich nicht etwa an der Plane, sondern zwischen Hilfsrahmen und Hardtop. Der Rost wurde mit der Drahtbürste entfernt und die Abdichtung erfolgte mit Sikaflex. Anschließend etwas Farbe und die Sache sah schon viel besser aus!

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Den Regen hatte ich jetzt im Griff, aber wie sieht es eigentlich mit der Trockenheit aus? Könnte man ja mal ausprobieren. Wir machen einfach Urlaub in Tunesien, da ist der große Sandkasten nicht weit… Aber für den Sandkasten machen wir doch erstmal ein Sondermodell: „Worldcruiser Sahara“ oder so…

Da ich aus früheren Zeiten die Pisten in Tunesien kannte, war mir schon klar, dass ich mit dem originalen Fahrwerk nicht weit kommen würde. So bestellte ich ein neues OME (mittlere Ausführung).

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Da die Fahrwerke nahezu ungefettet ausgeliefert werden und meist nach kurzer Zeit rosten, habe ich die Pakete zerlegt, kurz überlackiert und gut gefettet. Gut, dass die Stoßdämpfer schon die richtige Farbe hatten.

Nun ging es an den Einbau. Da ich wissen wollte, wie hoch das Auto kommen würde, hab ich kurzerhand den Abstand zwischen Rad und Kotflügel festgehalten. Vorne waren es 4 cm und hinten sogar 9cm.

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Das Fahrverhalten änderte sich drastisch: Während ich in Schottland das Gefühl hatte, einen Raddampfer über die Single Track Roads zu bewegen, war das neue Fahrgefühl fast sportlich, sofern man das bei den 90 ungebändigten (Wild-)Pferden überhaupt sagen kann. Okay, die Pisten können kommen.

Kommen wir jetzt zum Sand. Bleche müssen her – aber wie mache ich sie fest?

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Die Jungs in der Schlosserei waren mir noch einen Gefallen schuldig und so fand sich schnell eine Lösung. Eine Schaufel wäre auch nicht schlecht. Für Bergegurt, Schäkel und Kompressor suchte ich eine Möglichkeit, die Sachen außerhalb des Fahrzeugs anzubringen. Ich hatte da auch schon eine Idee: Eine Zarges-Box „wasserdicht“ war die optimale Lösung!

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Den Reserveradhalter von P&O ersetzte ich durch einen leichteren, originalen. So sahen die Halter wenigstens gleich aus. Kurz lackiert und anschließend montiert, war ich mit den Ergebnis zufrieden:

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Denn so hat man alles Wichtige für die Bergung direkt griffbereit (379. Den Hi-Lift baute ich auf das Trittbrett auf der Fahrerseite (25) und als unterstützende Beleuchtung gab es noch einen Suchscheinwerfer (26).

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Die Anhängerkupplung wurde aus Gewichtsgründen abgebaut. Das gab anschließend aber Abzüge in der B-Note: Die Einstieghilfe war weg und Leute unter 1,65 m mussten nun schon akrobatische Leistungen vollbringen, um ins Wageninnere zu gelangen…

Eine neue Einstiegshilfe musste her:

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Jetzt noch Funk und GPS eingebaut…

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… und der Worldcruiser ist fertig für den Sandkasten:  Sahara wir kommen!

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