Oman, die Zweite…

Hallo miteinander,

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ja bereits Marcus, 007 einen ausführlichen Bericht über das schöne Reiseland Oman geschrieben…

Nun hat es sich kürzlich zufällig ergeben, dass ich auch einen Abstecher dorthin unternehmen konnte. Ich kann seine positiven Eindrücke nur bestätigen und war mehr als beeindruckt von der Vielfalt, der schönheit, der Weite und von den netten und absolut entspannten Menschen in diesem Land!

Meine Route führte durch unterschiedlichste Gebiete in der nördlichen Hälfte des Landes, da zwei Wochen leider zu kurz waren, um unter dem Motto „No plan is a good plan“ auch noch den Süden zu erkunden. Das hebe ich mir fürs nächste mal auf…

Meine Aufmerksamkeit war natürlich nicht nur auf Land und Leute gerichtet, sondern zu einem großen Teil, wie kann es anders sein, auf die zahlreichen alten Toyota Pickups, die dort meist noch als Fischers bester Freund ihre Dienste verrichten.

Dazu gibts auch dementsprechend Bildmaterial… und bevor ich jetzt noch zuviel verrate, oder Marcus Inhalte wiederhole, kommen wir doch gleich zur sache : Bilder sagen mehr als Text. Viel Spaß!

Ach ja, zum Mietwagen wollt ich noch etwas loswerden:

Also man hat ja gewissermaßen eine Art Erwartung gegenüber neuartigen Fortbeweungsmitteln, insbesondere wenn es die Enkel von unseren alten und altbewährten (!!!) Modellen aus dem Hause Toyota sind…

Tja, was soll ich sagen, ich würde gerne etwas anderes berichten, aber mir fällt einfach nur der Begriff „Behelfskirmes“ ein, wenn ich an so manche Stunde denke, in der unser 200er Landcruiser anstatt von H4 in L4 zu schalten, einfach nur stoisch gepiept und geblinkt hat und damit dem Fahrer ein ganz deutliches LMAA zu verstehen gab! auf jeden noch so einfallsreichen Versuch des Fahrers, diesen schwachsinnigen Computer zu überlisten kam jedesmal nur Piep Piep Piep Piep… Leute, was habe ich mir meinen Knüppel gaaanz rechts außen im J4 gewünscht, der die Handbewegung des Fahrers einfach direkt ins Getriebe überträgt und nicht per Drehknöpchen, Leuchtdiödchen, Käbelchen, Piepgeräuschchen einen Befehl versucht an die Zuständigen Zahnräder zu senden, der auf mindestens soviel wie den soeben genannten Umwegen um- und abgelenkt wird und einem Kapitän beim Geländefahren das Leben zur Hölle machen kann !!! Das KANN doch nicht Stand der Technik, geschweige denn der Ernst der Autoindustrie sein, oder ? Ich wähnte mich 2 Wochen öfter in einem Scherz sitzend, als einen Landcruiser zu fahren! Die Kirmesanwandlungen vollführte er nämlich auch mit Vorliebe und völlig willkürlich beim Startvorgang (übrigens per Knopfdruck und nur bei durch die Spritzwand getretenem Kupplungspedal), den er sich ab und an ohne jeglichen Grund einfach weigerte durchzuführen. Gut, dass Urlaub war, sonst hätte dieser rollende Computer eine gewollt ungewollte Kaltverformung erfahren, auf dass ihm die Lust an den einprogrammierten Unterhaltungsdarbietungen schalgartig vergangen wäre! Da träumt man nicht mehr von einem J4, man lechtzt nach ihm !!!

Also ein gutes Haar will ich dann aus Mitleid doch noch an diesem Plastikschiff lassen: er hat uns mechanisch gesehen nicht im stich gelassen, hat Hitze, Staub, schwerem Gelände, dem ein oder anderen Aufsetzer, Flussdurchfahrten und vielen anderen Strapazen ohne Mucken standgehalten. Das scheint er vererbt bekommen zu haben.

Ansonsten muss man wahrscheinlich ein moderner Mensch sein, um diese Generation von Landcruisern verstehen zu können 🙂

Was solls, der Trip in den Oman war grandios und ich kann mich Marcus nur anschließen und jedem empfehlen, dieses wunderbare Land einmal zu erkunden! Auf gehts 😉

Gruß Felix, 011