TLC 2013

Im Osten viel Neues!

Das was uns als erstes in Auge sticht, als wir abends das Camp befahren, ist das Wetter. Die letzten Tage hat es recht ausgiebig geregnet und der Wetterbericht stellte keine Änderung in Aussicht. Doch bei der obligatorischen Platzrunde regnet es nicht. Wir suchen wieder ein schönes Plätzchen und hoffen auf unsere alte Nachbarn zu stoßen. Doch anstatt auf alte Bekannte, treffen wir auf einen schlammigen Weg und bekommen trotz Allrad und MT-Reifen Traktionsprobleme. Erst am Morgen werden wir feststellen das dies der einzige verschlammte Weg im Campinggelände ist.

Trotzdem finden wir recht schnell ein schönes Plätzchen gleich neben neuen Nachbarn und verbringen mit ihnen den Abend in der Grillhütte.

Futterkrippe, Kiosk, Grillhütte und Versammlungsraum in einem, hier ist Platz genug wenn das Wetter nicht mitspielt.

Petrus hat zum Glück nicht den Wetterbericht gehört und so präsentiert sich der nächste Morgen unerwartet freundlich. Das Gelände selbst erlebte einige Umbauarbeiten, die sich nicht nachteilig auswirken. Obendrein sorgte das Wetter für randvolle Schlammlöcher, bei denen sich die Bereiche drumherum gut zu fahren lassen.

Die Organisation haben diesmal verschiedene Mitglieder des TLC übernommen. Pyrka hat mit dem Camp ein einmaliges Treffen aus dem Boden gestampft und gönnt sich jetzt eine verdiente Auszeit. Allen Unkenrufen zum Trotz, wird das gesamte TLC-Camp, wie die Jahre zuvor, absolut reibungslos verlaufen.

Neues Gemeinschaftsspiel, mit mehren Familien zusammen für die Kinder ein Fort mit Eingang zu bauen.

 

Aber es gab auch geniale Geräte wo sich die Kinder austoben konnten…

…aber nach wie vor steht die gute alte Schlammpfütze beim Nachwuchs hoch im Kurs

An guten Dingen wird auch weiter festgehalten, so gibt es wieder viele Wettbewerbe und natürlich gibt es bei jedem wieder etwas zu gewinnen. Und wie gewohnt laufen bereits die ersten Spiele im Fahrgelände.

Und nicht nur deswegen haben wir fleißig geübt und peilen nicht zu unrecht eine Top-Platzierung beim Tütenfahren an. Doch auch hier hat sich etwas geändert. Die gute altbewährte Papiertüte wird durch eine schnöde, moderne, verdunkelte Skibrille ersetzt. Der Kurs ist diesmal sehr eng gesteckt, bei dem selbst die 73- er schon die Hütchen streifen. Da der Kurs für alle Fahrzeuge gleich ist, stoßen die langen Radstände- z. B. 95- er und HiLux- deutlich an ihre Grenzen und kassieren trotz sauberer Fahrweise oftmals Strafpunkte. Mit dem noch länngeren 75-er stehen wir auf einem völlig verlorenem Posten, also lassen wir und hoffen auf eine bessere Möglichkeit im nächsten Jahr.

 Der nächste Wettbewerb ist Trialfahren! OK normaler Weise nicht ganz so spektakulär und auch der Unterhaltungswert lässt manchmal zu wünschen übrig. Tja und genau da ist genau der Unterschied, hier erleben wir wieder eine Gaudie a la TLC:

Der harmlose Einstieg in den Trialparkurs

Der Kurs verläuft durch tiefe, ausgefahrene Schlammpfützen im Wald. Das Erste Fahrzeug ist ein: KJ90 im Serientrimm! Ich sehe schon auf euerer Stirn: Klar Mädchenachse, kann nicht gut gehen.

Die Schwierigkeiten lassen tatsächlich nicht lange auf sich warten.

Doch er schafft es, wenn auch mit Fremdhilfe. Danach kommt gleich ein LJ70- Trialgerät zum Einsatz.

Beherzt geht es in die Sektion!

Trotz schwungvollem Anlaufs und Vollgas schafft bleibt der Offroader hängen und wird anschließend mit der Winde wieder rückwärts herausgezogen.

Trotz vollem Einsatz ist der LJ70 gescheitert- aber das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen.

Ein Discovery- Fahrer lässt es sich nicht nehmen die Qualitäten seines englischem Patienten unter Beweis zu stellen und geht den Parkur entschlossen an.

Ein Discovery! Mal sehen wie er sich hier schlägt.

Doch auch mit einem Land Rover kommt man auch nicht weiter.

Da geht nichts mehr! Als letzte Rettung kommt die Winde zum Einsatz.

Schnell steigt die Beifahrerin aus und die Winde kommt zum Einsatz. Tapfer kämpft sich das Team durch die Sektion, mit Vollgas und Winde geht es Stück für Stück weiter. Und nichts wird ausgelassen, kein Tor, kein Schlammloch. Doch nur ein Vorderrad dreht schnell durch, was auf ein nicht geschlossenes Mitteldifferential schließen lässt. Egal der Fahrer bleibt auf dem Gas und verpasst zur Freude der Zuschauer seiner die Beifahrerin mit dem durchdrehendem Vorderrad eine ordentliche Fangopackung.

Mit Vollgas geht es weiter. Man beachte die Dame in der Schlammfontäne.

 Jubelrufe hallen durch den Wald, und es hagelt hochgereckte Daumen!

Es lohnt sich, denn der Discovery kommt wieder frei. Ein glückliches Gesicht sieht aber anders aus.

Das die Winde beim Trial nicht eingesetzt werden darf ist bei dem Einsatz schnell vergessen und so bekommt das Land Rover Team zu Recht einen Applaus aus sie es bis zum Ende schaffen!

So angespornt kommt das LJ70- Trialgerät wieder zum Einsatz!

So jetzt geht es um die TOYOTA Ehre! Also rein ins Vergnügen!

Es gilt das folgende Schalmmloch zu meitsern.

Der LJ kommt zwar weiter als der Discovery, schafft es aber trotzdem nicht aus dem Schlammloch heraus.

Es fehlt wirklich nicht viel, also noch ein Versuch!

Dann eben mit mehr Schwung!

Der LJ springt ins Loch, schafft es aber immer noch nicht komplett heraus, doch so schnell gibt man hier nicht auf!

Eisern wühlt sich der LJ vor- und zurück, bis er in Qualm gehüllt ist. Das Schlammloch ist jedoch ohne Winde nicht zu schaffen.

Auch wenn der Wettbewerb danach abgebrochen wurde, so waren die Zuschauer die eindeutigen Gewinner dieses Events.

Und das Programm lief weiter. Das 4×4 rescue Team, das wie jedes Jahr, die komplette Veranstaltung betreute, demonstrierte anschaulich die Bergung eines Verletzten am Berg, oder aus einer schwierigen Lage.

 

Wesentlich unspektakulärer dafür nicht weniger nachhaltig ist die Seilaktion des Rescue Teams.

Es gab noch weitere Events, die vor Allem für die Familien und Kinder ausgelegt waren.

Doch wir waren hungrig, hatten noch keine Gespräche geführt und am Nachmittag war auch die Anmeldung geöffnet- kurz, wir hatten noch einiges zu Tun.

Bevor jedoch Stress aufkommt, setzten wir uns erstmal in einer lockeren Runde am Cruiser, kochten einen Imbiss und genießen die familiäre Atmosphäre. Und zwischendurch schafften wir es tatsächlich noch uns anzumelden. Und natürlich gab es wieder einige Geschenke, keine Frage oder?

Später schauten die polnischen Teilnehmer vorbei. Wie hier üblich läuft die Verständigung auf deutsch oder englisch und ist immer sehr herzlich. Wir treffen immer wieder bekannte Gesichter, unter ihnen sind auch Andreas und Ute die hier auch nicht das erste mal sind. Kurz, es wurde sehr gesellig.

Wer aufgepasst hat weiß, hier ist das deutsche Eck!

Erst in der Nacht beginnt es wieder ausgiebig zu regnen. Als wir morgens immer noch das Klopfen der Regentropfen hören schalten wir auf Entspannung, stehen etwas später auf und frühstücken in aller Ruhe.

Wer möchte kann heute an einer Roadbooktour teilnehmen. Doch wir hören schnell, das Fahrzeugliebhaber Abstand nehmen sollten, schade! Und so wird unser 75-er ein ganz entspanntes Wochenende haben. Und nur das Wetter lässt uns seine schlechte Laune spüren.

Das Fort ist fertig. Wäre das Wetter besser könnte man hier weitere Spiele machen!

Egal, wir inspizieren gespannt das Fahrgelände. Heute laufen hier keine offiziellen Aktivitäten, aber Motorengeräusch lassen uns hoffen die eine oder andere interessante Aktion zu erleben. Und richtig, es gibt wieder Fahrer, die die Qualitäten ihres Offroaders in diversen Schlammlöchern bis an die Grenzen auszuloten, und sich im direkten Anschluss ausführlich dem Thema Fahrzeugbergung widmen.

Schön! Und anderen bei der Arbeit zuzusehen mach auf die Dauer hungrig. Wir schlendern über die Wiese kommen hier und da ins Gespräch und machen dann Mittag in der Grillhütte. Auch wenn sie von außen recht klein aussieht, sie bietet reichlich Platz, das Angebot an Getränken und Speisen ist zwar übersichtlich aber mehr als ausreichend und und zudem recht schmackhaft. Das Angebot reicht von Pommes mit Schnitzel und Salat bis zu Wurst mit Brot. Und wer Vegetarier ist, der kann an seinen Tischnachbarn weiterreichen

Am frühen Nachmittag laufen hier Bildervorträge, ihr wisst ja, auch wenn man den Vortragenden nicht versteht, die Bilder verbreiten Fernweh auf künftige Reisen.

Später kehren die ersten Fahrer von der Roadbooktour zurück. Die Tour hatte mehr einen Trophycharakter, die Teilnehmer mussten sich durch manche Sektionen durch Winchen. Und auch die Umfahrungen hatten es in sich.

Am Abend ist wieder das Abschlussprogramm. Es wurden wieder TLC- Artikel versteigert, und wer wollte, konnte zu dem noch verschiedene T-Shirts und Pullover kaufen. Der Erlös kam in einen Topf, der für 2 behinderte Kinder und der Kinderkrebsstiftung Polen zugute.

 Schade dass am Sonntag wieder alles vorbei ist. Wir blicken zurück auf ein herrliches Wochenende, dem das schlechte Wetter nicht viel anhaben konnte. Und trotz der miserablen Wetteraussicht konnte die Anzahl deutscher Teilnehmer weiter zunehmen. Deren Feedback ist- wie schon üblich- eindeutig, es hat sich gelohnt zu kommen!

Der TLC hat also wieder ein richtig schönes Treffen organisiert, Gewinner waren die Teilnehmer, allen voran die Familien, die die Ruhige und entspannte Atmosphäre genießen konnten. Am Ende ist das TLC-Camp eine äußert gelungene Mischung aus  Gastfreundschaft, schönen Aktionen, ein einer Portion Buschtaxitreffen.

 Natürlich gibt es auch wieder ein TLC- Camp 2014. Die Organisatoren haben jetzt schon einige Ideen um das TLC- Camp weiter zu verbessern, wir dürfen gespannt sein. Und die deutsche Fraktion würde sich freuen nächstes Jahr wieder in Wlosciejewki bei Poznan (Posen) dabei sein zu können.

 

Also bis nächstes Jahr, Marcus 007a