Keba-Treffen 2011

Von Felix (No. 011)

Zum diesjährigen Allradlertreffen lud die Fa. Keba in einen Steinbruch in der Nähe von Botenheim ein. Also dachten wir uns natürlich: „nix wie hin!“ Am Freitag, den 29.Juli ging es von Wofgangs Heimat aus im Konvoi auf die Autobahn Richtung Süd Osten.

Ich kam an diesem Tag aus Duisburg, von wo aus es nur ein Katzensprung nach Grefrath ist. Bei Wolfgang angekommen, rockte da schon die Bude. Alle die mit von der Partie waren, standen schon in den Startlöchern bzw. in Lindackers Küche, wo sich auch noch andere Gäste tummelten, die allerdings nur darauf warteten, dass das von Christiane so bezeichnete „Ferienlager“ endlich aufbrach, sodass die Nicht-BFG-Mitglieder endlich sturmfrei bekamen.

Alle vier Teilnehmer schwangen sich schon mit breitem Grinsen im Gesicht hinter ihre Manövrierräder und drehten am Zündschlüssel, auf dass es krachen möge 🙂
Was den Ohrenschmaus dabei anging, lag eindeutig Thommys frisch restaurierter BJ42 weit vorne, der durch seinen seltsamen, silbernen Blechzylinder am Ende des Gaskanals ordentlich Fon erzeugte.

Dann wurde in folgender Reihenfolge der Asphalt erwärmt: 004 vorne weg, meine Wenigkeit 011, 005, 001 mit Hänger. Schon ein Bild für sich so eine J4 Truppe!

So gut es ging hab ich mal die Linse in Richtung Rückspiegel gedreht:

Wir hatten eine herrliche Kolonnenfahrt bei gemütlichen 80 / 90 km/h, sehr zur Freude vieler LKW Fahrer, die nicht davon abließen, mit einer Differenzgeschwindigkeit von schätzungsweise +1,43 km/h „flott“ an uns vorbeizuziehen, um dann dicht vor Harald mit unserem Speed weiter zu fahren. Vor jedem Überholmanöver wurde natürlich Wolfgang von hinten ordentlich auf die Pelle gerückt. Frei nach dem Motto: „Ich hab den längeren Hänger, also lass mich vorbei!“ Da sind mir schon eher die Bleifußkollegen lieber, die dann auch wirklich zügig mit 120 auf der Uhr an einem vorbei preschen und die dann in Kürze auch am Horizont verschwunden sind. Davon hatten wir lediglich einen…

…Mal ein Päusken zwischendurch…

Und immer weiter bei guter Laune und guter Musik Richtung Treffen. Auf dem Weg dorthin, so ca. auf halber Strecke, hielten wir nochmal, denn dort kam Haralds Sohn Matthias mit hinzu. Ach ja, und mein FJ hatte ein wenig Durst 🙂

Nun waren wir komplett und konnten den Endspurt der doch beachtlichen Strecke von insgesamt ca. 400 km angehen. Diese verging wie im Fluge und so trafen wir bei eingebrochener Dunkelheit im Steinbruch ein, wo das Treffen stattfand.

Erstmal Platz gesucht – von dem am Freitag Abend noch genügend vorhanden war – und dann wurd erstmal ne Pulle aufgemacht… Und dann noch eine… Wir hatten einen heiteren Abend mit netten Gesprächen bei Petroleumlampenlicht und angenehmen Temperaturen zum Draußensitzen.

Der nächste Morgen war zumindest für meinen Teil viel zu früh, aber nach einem noch schwankenden, aber deftigen Frühstück hatten sich sämtliche Nebenwirkungen liquider Stoffe vom Vorabend wieder humanisiert und dann gabs nur noch eins: Allrad, Allrad und nochmal Allrad!
Mal zwei, mal drei und auch vierachsige Ungetüme waren bei diesem Treffen vertreten. Sprich KAT – MAN, Unimog, Tatra, Magirus, Landrover, Jeep, natürlich Toyota, usw. Sehr interessant und bunt gemischt.
Bei der BFG war erstmal Rollo aufbauen angesagt, proforma gegen 1. Sonne und 2. Regen. Wobei es für beides eigentlich kaum gebraucht wurde, aber das kann man ja vorher nicht wissen.

Nach und nach füllte sich dann am Samstag das Gelände, erfreulicherweise auch unter starker Zunahme von alten Landcruisern, die am Freitag Abend noch – soweit man das überblicken konnte-  relativ schmal vertreten waren.

 

Unser Ferienlager

Ich ließ es mir nicht entgehen, auch mal ins Gelände zu schnuppern…


Nach relativ kurzer Zeit wurde ich allerdings heraus zitiert, da ich keinen Aufkleber besaß, den man offensichtlich hätte haben sollen und der besagte, dass man sich einverstanden erklärt, für alles, was dort schief gehen könnte, zu haften. Eine einleuchtende Sache, jedoch war ich mal wieder zu verpeilt, um das vorher mit zukriegen. Sorry 🙂
Egal, ich bin dann vom Spielplatz weggeblieben, es wurde nämlich auch zusehenst voller dort unten.

Schöne Waschanlage 🙂

Für mich war natürlich besonders reizvoll, dass unter den Neuankömmlingen auch eine größere Zahl an Fahrzeugen mit 2F Motor mit von der Partie war, die ich als Benzin-Junkie natürlich erstmal genaustens inspizieren musste. Wieder nette Leute kennen- und was dazugelernt, nämlich z.B. dass ein FJ40 mit original Fahrwerk (!!!) durchaus im Stande ist, einen Trailparcour mühelos  zu meistern, in dem schon SEHR optimierte Fahrzeuge zuvor ihre Mühen hatten! Gut, der FJ hatte Sperren, aber das hatten die anderen auch. – Echt klasse !-)

Außer dem Parcour wurden noch andere Programmeinlagen am Samstag geboten, von denen man natürlich nicht alle wahrnehmen konnte, da die Zeit einfach nicht reichte.

Der Chef schiebt höchst persönlich mit an!

Nur fliegen ist schöner…

Ich habe mal wieder die Gunst der Stunde genutzt und bin ein paar Fahrzeuge probegefahren, das macht immer wieder Spaß und man kann sehr gut vergleichen, was verschiedene Modifizierungen oder Nicht-Modifizierungen an Eigenschaften mitbringen.

Ähnlich auch Wolfgang, der es sich nicht entgehen ließ, mal eine Runde in Wollis rotem 40er zu drehen, um dieses Schmuckstück einmal näher zu begutachten. Ein so rundes Grinsen bekommt er nur in ganz bestimmten Momenten. Deshalb schaut er hier auch zur Seite, da die Mundwinkel nur noch längs ins Auto passten.

Wolfgangs Bruder Harald geniesst den Ausritt aus der Beifahrerperspektive.

Im weiteren Verlauf des Tages fand sich wie immer wieder genügend Gesprächsstoff, der meistens unter die Haubenlinie ging…

… und als dann das ein oder andere Rückrat nach der stundenlang vorgebeugten Haltung doch nach einer Sitzposition verlangte, kam die Büüs endlich auf die Wiese und man fand sich nach und nach drum herum ein. Wat Leckeres auf der Outdoorküche gezaubert und die zweckentfremdete Gasbuddel schonmal vorgeheizt.
Nach dem Essen noch nen waidmännischen „Espresso“ getrunken, hier und da noch nen Foto geschossen, so ging es langsam der Dämmerung entgegen.

Der folgende Abend hatte nicht ganz so viele Umdrehungen wie der vorherige, war jedoch nicht minder lustig. Nach und nach fanden sich immer mehr Leute um die wärmespendende Büüs und es wurde noch bis spät in die Nacht mit Untermalung von ein wenig Gitarrengeklimper erzählt, gefachsimpelt und gescherzt. Man kann sagen, das sich das Treffen zu diesem Zeitpunkt in zwei Lager aufgeteilt hat, zum einen um das Riesenfeuer vor der Getränkebar und zum anderen um den kleinen Feuerteufel der Blattfedergang.

Irgendwann wurde die Runde langsam kleiner, da einige recht müde waren, andere am nächsten Tag viel vor hatten. Auch wir hatten geplant am Sonntag spätestens Mittags aufzubrechen. Und so gingen alle mehr oder weniger zeitig unter die Decke.

Am Sonntagmorgen gab es leckeres Frühstück an der KE-BAR 🙂 , was in aller Ruhe verspeist wurde.
Danach wurde noch mal hier und da ein Pläuschchen gehalten, bevor wir allmählich die Wagen einräumten und startklar machten.

Auf der Rückfahrt bemerkte ich durch einen Blick in den Rückspiegel auf einmal, dass wir nicht mehr nur mit vier J4ern unterwegs waren, sondern zu fünft! Uns Wolli hat sich mit seinem 40er-Wohnwagen-Gespann an unsere Kette mit dran gehängt. Das rundete das schöne Straßenbild natürlich noch besser ab. Zu Weiß und Grün kam nun noch Rot hinzu: Ein Augenschmaus von einem J4-Konvoi gab das ! (Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=LIrCx0XnsNE   und    http://www.youtube.com/watch?v=uw8qiZWrgUE )

Ich habs mal wieder mit der Rückspiegeltechnik versucht:

Wolli ist uns bis Sprendlingen gefolgt, wo wir Matthias wieder abgeladen haben. Dort wurde außerdem noch getankt, was vor allem bei mir mal wieder wichtig wurde. Wir sind noch gemeinsam bis Koblenz gefahren, wo ich Richtung Norden abgebogen bin, da ich nach Hagen musste.

Dieses Treffen war eine tolle Veranstaltung, auf der, denke ich, alle auf ihre Kosten gekommen sind. Schöne Gegend da unten, schöner Steinbruch, schöne Atmosphäre, nette Leute, keine Hektik… ein echt lohnendes Ereignis! So lohnt sich auch eine lange Anfahrt, wobei ja zumindest für Landcruiser-Fahrer ein paar hundert Kilometer nicht viel sind 🙂

Ich persönlich war zum ersten Mal beim Keba Treffen und kann nur sagen: ich komme wieder 🙂

 

Hier noch einige Eindrücke vom diesjährigen Keba-Treffen als Galerie: