Libyen 2009

Ein Wintermärchen wird wahr

von Marcus 007a & Asia 007b

Es war Januar, als wir bei Basti (003) im Erzgebirge bei reichlich Schnee und -17° ein unvergessliches Vortreffen für unsere Libyenreise abhielten. Er hat ein Reiseunternehmen gegründet und möchte mit uns seine erste, eine 3- wöchige Libyenreise unternehmen. Er als leidenschaftlicher LandCruiser- Schrauber hatte keine Bedenken auch ältere Fahrzeuge auf so eine strapaziöse Tour mitzunehmen.

Das Obligatorische Gruppenbild am Torbogen im Akkakus. Leider kann das Foto die unbeschreibliche Akkustik der 8 laufenden Motoren nicht wiedergeben.

Das Obligatorische Gruppenbild am Torbogen im Akkakus. Leider kann das Foto die unbeschreibliche Akkustik der 8 laufenden Motoren nicht wiedergeben.

Doch jetzt stehen wir mit 8 LandCruisern und einem Jeep an der Tunesisch- Libyschen Grenze. Der von Basti beauftrage Agent erledigt alle Formalitäten während wir entspannt warten. Es kribbelt im Bauch, man macht sich Gedanken was uns erwartet, ob die Fahrzeuge halten und letztlich freut man sich in ein neues Abenteuer einzusteigen.

Doch viel Zeit bleibt uns nicht, der Agent kommt relativ schnell zurück und händigt die Libyschen Kennzeichen und die Pässe aus. Aufsitzen, es geht weiter.

Unser Ziel heißt Darj und liegt rund 600 km weiter südlich. Unterwegs schlagen wir an einer geschützten Stelle das Nachlager auf.

Bei morgendlichen Packen verdirbt uns Johannes (002) den Spaß. Gestern hatte er bei nicht ganz so ernst zu nehmenden Ratschlägen glatt 15 Minuten gebraucht um das 2- Sekundenzelt zusammen zu packen.

Vor der mit Vorfreude versammelten Gruppe dauert es jetzt keine Minute bis das Zelt lässig- elegant und ordnungsgemäß im Fahrzeug verstaut ist. Basti nutzt die Gelegenheit zum morgendlichen Briefing, denn wir werden heute den ganzen Tag auf Asphalt verbringen.

Die Tankstellen sehen etwas ungewohnt aus, aber der Dieselpreis von 8ct/l entschädigt für alles.

Die Tankstellen sehen etwas ungewohnt aus, aber der Dieselpreis von 8ct/l entschädigt für alles.

Je weiter wir nach Süden vorstoßen, desto karger wird die Landschaft, bis wir in einem vegetationslosem Sand- Steingemisch der Sahara ankommen. Hier zeigt sie ihr wahres Gesicht als riesige Steinwüste in der die Dünengebiete, Erg genannt, liegen. Doch wir sind noch weit von Darj entfernt. Rechts von der Straße zieht sich eine gigantische Baustelle. Libyen ist das einzige Land der Erde das keinen permanenten Fluss hat und jetzt wird über mehre tausend Kilometer eine Pipeline verlegt, die Wasser aus Tiefbrunnen vom Süden des Landes  nach Norden transportieren soll. Dazu ist einer Armada von Baumaschinen im Einsatz, unzählige LKW versorgen die Baustelle mit den Rohren von 2m Durchmesser.

Sonnenuntergang in Darj. Solche traumhaften Bilder sind in der Sahara keine Seltenheit.

Sonnenuntergang in Darj. Solche traumhaften Bilder sind in der Sahara keine Seltenheit.

Am späten Nachmittag erreichen wir endlich unser Ziel, tanken noch mal auf und verbringen einen geselligen Abend am Lagerfeuer- vorerst das Letzte, denn erst hier werden wir wieder genug Holz finden.

Am Morgen verlassen wir endlich den Asphalt, um entlang des 11. Längengrads weiter nach Süden – Al Awaynat zu kommen. Ausgerechnet heute wo wir auf den Pisten fahren wollen, weht ein starker Wind, die Luft ist grau von der   Unmenge Sand die mit durch die Luft wirbelt. Aber so werden unsere langen Staubfahnen von der Piste geblasen und wir kommen zügig voran.

Ohne die typischen Staubfahnen macht das entspannte Fahren auf der Piste Spaß und wir kommen gut voran.

Ohne die typischen Staubfahnen macht das entspannte Fahren auf der Piste Spaß und wir kommen gut voran.

Wir dringen immer tiefer in die Sahara ein, die Landschaft ist hügelig, der Boden sandig- steinig. Der Wind hat nachgelassen und es gibt nichts was den Blick zum Horizont behindert. Theoretisch könnte man heute schon sehen, wer morgen zu Besuch kommt. Aber praktisch sind wir alleine, unterwegs im Nichts. Wir machen ab und zu einen kurzen Stopp um uns die Beine zu vertreten und die Wüste auf uns einwirken zu lassen. Uns präsentieren sich Bilder, die vom Mond stammen könnten. Um uns herum ist nicht die geringste Spur der Zivilisation, kein Strauch, kein Baum, kein Geräusch, nichts deutet auf Leben hin.

Auch in der Sahara gibt es Leben, aber es ist schwer zu finden- so wie diesen perfekt getarnten bunten Kameraden.

Auch in der Sahara gibt es Leben, aber es ist schwer zu finden- so wie diesen perfekt getarnten bunten Kameraden.

Gegen Abend erreichen wir die ersten Dünen. Direkt vor ihnen ist ein Lehmfeld mit einem Brunnen. Hier wachsen einige Sträucher und Melonen. In der Wüste wird nichts verschenkt und so ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Früchte so viele Bitterstoffe enthalten, dass sie für Mensch und Tier absolut ungenießbar sind.

Pünktlich zum Feierabend beginnt es zu regnen. Da der Wind wieder so stark ist, hoffen wir, dass er den nassen Sand jetzt nicht mehr aufwirbeln kann. Doch als der Regen aufhört ist der wieder viel zu schnell trocken. Der Versuch eines gemütlichen Zusammenseins scheitet kläglich als der Wind noch stärker wird. Wir ziehen uns zurück.

Was hier nach Sibirienexpedition aussieht, soll ein geselliges Zusammensein in der Sahara ermöglichen, denn die Temperaturschwankungen sind hier nicht ohne.

Was hier nach Sibirienexpedition aussieht, soll ein geselliges Zusammensein in der Sahara ermöglichen, denn die Temperaturschwankungen sind hier nicht ohne.

Nach einem kurzen Frühstück im Regen machen wir uns an die Durchquerung des Dünenriegels. Die Dünen sind verschachtelt und der direkte, gerade Weg ist natürlich möglich. Aber genau da ist der Reiz, das unmögliche möglich zu machen und ein Weg durch die labyrinthartige Hügellandschaft zu finden.

Die Dünen steigen zum Kamm hin an, so dass das Aufsitzen keine Schande ist.

Die Dünen steigen zum Kamm hin an, so dass das Aufsitzen keine Schande ist.

Hinzu kommt dass der Sand äußerst verzeihlich ist wenn ein Rampen- oder Böschungswinkel mal nicht so ganz ausreicht. Was nicht passt wird passend geschoben- kurz wir haben Spaß und noch dazu eine ganze Menge davon.

Immer beeindruck uns die Sahara mit ihrer Größe und den endlosen Weiten.

Immer beeindruck uns die Sahara mit ihrer Größe und den endlosen Weiten.

Im Laufe des Tages gelangen wir auf eine Piste, die immer wieder in die Dünen führt. Für Abwechslung ist also gesorgt. Abends muss ich feststellen, dass ein Sprengring eines Kreuzgelenks seinen Dienst quittiere und das Gelenk mit in den Tod gerissen hat. Doch Basti hat Ersatz mit, nach einem kurzen Workshop ist das Gelenk getauscht, das Fahrzeug geschmiert und ich darf mich- natürlich erst nach einer ausgiebigen Wäsche- mit an den Tisch zum Abendessen setzten.

Nach dem Frühstück geht es weiter nach Süden. Das Gelände ist zerfurcht und eine Piste gibt es nicht. Somit sind wir gezwungen immer wieder in diese Täler abzusteigen um uns weiter südlich wieder eine Stelle zu suchen, wo wir wieder herauskommen. Doch genau das gestaltet sich schwierig, da in diesen Schluchten Weichsand ist. Somit ist es fast unmöglich ausreichend Schwung zu nehmen, Geschick und Können sind gefragt.

Es geht hinunter ins Tal, wie wir da wieder herauskommen wird sich ergeben.

Es geht hinunter ins Tal, wie wir da wieder herauskommen wird sich ergeben.

Wichtiger als Geschick und das Vertrauen auf die Fahrzeuge ist die ausgiebige Suche nach einem möglichem Weg hinaus aus dem Tal.

Wichtiger als Geschick und das Vertrauen auf die Fahrzeuge ist die ausgiebige Suche nach einem möglichem Weg hinaus aus dem Tal.

Am Ende des 3. Tages steht zum Abschluss ein großes Weichsandfeld zur Durchquerung an, dann erreichen wir die Asphaltstraße nach Al Awaynat und der 11. Längengrad ist gemeistert. Die Straße selbst hat ihren Zenit seit Jahren überschritten. Doch bei ausreichend Geschwindigkeit reduziert sich das Poltern und Rumpeln auf ein äußert erträgliches Maß und schließlich haben wir nun andere Gedanken im Kopf. Auf dem Campingplatz warten warme Duschen auf uns, die ersten seit der Fähre!

Von hier aus starten wir am Morgen zum Tanken nach Ghat, das noch mal 120 km weiter südlich liegt um dann in das Akkusgebirge einzusteigen. Was die Fachliteratur schlicht als Tafelberge abtut ist für uns ein Erlebnis der besonderen Art. Zwischen dem dunklen Sandstein der immer wieder anderes bizarr geformt ist, liegt der hellgelbe, weiche Sand auf dem wir fahren und der für entsprechenden Fahrspaß sorgt.

Ungewohnte Bilder die vom Mond stammen könnten, zwischen dem Stein ist nur der weiche, gelbe Sand. Es gibt hier keinen Baum oder Strauch.

Ungewohnte Bilder die vom Mond stammen könnten, zwischen dem Stein ist nur der weiche, gelbe Sand. Es gibt hier keinen Baum oder Strauch.

Es gibt genug Fotomotive, zum Größenvergleich müssen immer wieder unsere Fahrzeuge herhalten.

Ein Stein der mit Fantasie an den Kopf der Sphwings erinnert. Die Größe und die Weite kommt durch die LandCruiser richtig zur Geltung.

Ein Stein der mit Fantasie an den Kopf der Sphwings erinnert. Die Größe und die Weite kommt durch die LandCruiser richtig zur Geltung.

Für ein besonderes Motiv, wage ich mich, mit dem 75-er vor einem Felstor hinab in den Sand. Treu dem Motto mal verliert man und mal gewinnen die Anderen, stelle ich gleich zwei Dinge fest: 1. ist das Foto nicht ganz so wie erwartet und 2. habe ich mich gerade gnadenlos eingesandet. In der prallen Mittagssonne kommen jetzt Schaufel und Sandbleche zum Einsatz. Zusätzlich nehme ich gerne die freundschaftliche Bergehilfe von Johannes mit seinem 60.5-er in Anspruch. Es sollte jedoch das einzige mal sein, das wir zum Havaristen wurden.

Von alleine geht hier nichts mehr. Ich muss zugeben ich hatte schon bessere Ideen.

Von alleine geht hier nichts mehr. Ich muss zugeben ich hatte schon bessere Ideen.

Doch auch das kulturelle kommt nicht zu kurz, denn der Führer den wir hier extra mitgenommen haben, führt uns immer wieder zu neuen Felsgravuren und Felsmalereien. Diese Kunstwerke werden von Experten auf 8000- 12000 v. Ch. datiert und sind ein Zeugnis frühmenschlicher Geschichte. Die dargestellten Tiere lassen auf eine artenreiche Flora und Fauna schließen.

In der Regel geben die Malereien Jagdszenen und eine Tierwelt wieder, die wir eigentlich aus der Savanne kennen.

In der Regel geben die Malereien Jagdszenen und eine Tierwelt wieder, die wir eigentlich aus der Savanne kennen.

Die Tage vergehen wie im Flug und ehe wir uns versehen, sind wir wieder auf der holperigen Straße unterwegs, diesmal nach Norden zur Enge von Tikerkiba. Hier grenzt der Fels fast direkt an die Dünen. Hinter dem Campingplatz auf dem wir nächtigen blicken wir auf die Einstiegsdüne zu den Mandara Seen. Die müssen wir als erstes meistern! Als wir am Abend die Fahrzeuge einem ausgiebigen Check unterziehen und die Luft in den Reifen stark absenken, sehen wir wie Einheimische mit ihren LandCruisern bei Vollgas die Dünen erklimmen. Es ist zu schaffen! Aber deren Fahrzeuge sind leichter und es sind Benziner, sie haben also rund 100 PS mehr unter der Haube.

Noch vor dem Briefing werden alle LandCruiser auf Betriebstemperatur gefahren. Während Basti die Spur legt, warten die anderen um dann Fahrzeug für Fahrzeug zu folgen. Das Vertrauen in die Fahrzeuge wird belohnt, denn auch mit deutlich weniger Leistung arbeiten sich die Landcruiser die Dünen hoch.

Hinter der Einstiegsdüne präsentiert sich eine Autobahn im Weichsand. Doch immer wieder müssen Dünen überstiegen werden, für Abwechselung ist also gersorgt.

Hinter der Einstiegsdüne präsentiert sich eine Autobahn im Weichsand. Doch immer wieder müssen Dünen überstiegen werden, für Abwechselung ist also gersorgt.

Zwischen den Überstiegen ist es hügelig und der Untergrund recht weich. Die Seen sind eine beliebte Attraktion und so sind regelrechte Autobahnen in den Sand gefahren worden. So gelangen wir recht schnell zum ersten ausgetrockneten See. Etwas weiter Richtung Norden treffen wir auf den Gabron See. Der hat zwar Wasser aber die Qualität hält uns schnell davon ab, hier vor mitten der malerischen Kulisse der Palmen und Dünen einem kurzen Bad zu frönen.

Hier mitten in den Dünen malt die Natur die schönsten Bilder.

Hier mitten in den Dünen malt die Natur die schönsten Bilder.

Früh am Nachmittag und ein paar Dünenüberstiege später wollen wir unser Nachtlager im Schatten einiger Palmen, mitten in einem ausgetrockneten See aufzuschlagen. Noch bevor alle Fahrzeuge auch nur die in Nähe kommen hallt eine Warnung aus dem Funk nicht in den „See“ zu fahren. Bei der Annäherung sehen wir wie 3 LandCruiser es noch so gerade schaffen, sich mit hoher Drehzahl aus den trockenen, endlos weichem Sand-Staubgemisch, im weiten Bogen langsam herauswühlen.

Den Nachmittag und Abend geht es entspannt zu, wir kochen gemeinsam und verbringen einen geselligen Abend.

Morgen werden wir uns wieder auf dem Campingplatz einfinden um östlich in den Erg Awbari einzusteigen.

Es ist noch recht früh als wir die Asphaltstraße verlassen und über eine kurze Piste zu den Dünen gelangen. Basti weist uns darauf hin die Motortemperatur stets im Auge zu behalten. Ist sie zu hoch, sollen wir unbedingt stehen bleiben.

Schon nach den ersten Metern wird uns klar was auf die Fahrzeuge zukommt. Wir fahren in einem riesigen Meer aus Sand, das Thermometer zeigt 37° an. Der Untergrund ist extrem weich. Wir lassen die Tachonadel bei 40 stehen und trotzdem laufen die Motoren fast permanent unter Volllast, vor allem dann, wenn es bergauf geht. Doch das Fahren ist auch für uns anstrengend. Die Temperaturanzeige bleibt ständig im Blick. Der Sand hat leichte Farbnuancen, zudem steht die Sonne fast senkrecht und wirft keine Schatten. Da jeglicher Bewuchs fehlt und es keine Steine gibt kann man Unebenheiten oder Stufen nur sehr schwer ausmachen.

Was sich hier als fast eben zeigt, ist in Wirklichkeit eine verschachtelte Dünenlandschaft.

Was sich hier als fast eben zeigt, ist in Wirklichkeit eine verschachtelte Dünenlandschaft.

Wir fahren im größeren Abstand hintereinander in der Spur und sammeln uns an den Überstiegen an denen die Fahrzeuge etwas Kaltlaufen können. Die Kunst beim Dünenfahren ist es den Schwung richtig zu dosieren. Denn ausgerechnet an der Spitze ist der Sand der Düne weich und der Kamm läuft nach oben spitz zu.

Johannes mit jugendlichem Schwung, doch das müssen die Fahrzeuge wegstecken können.

Johannes mit jugendlichem Schwung, doch das müssen die Fahrzeuge wegstecken können.

Der Schwung will wohldosiert sein doch ist man zu vorsichtig sitzt man oben auf und nichts geht mehr. Eigentlich kommen dann die Schaufeln zum Einsatz, denn es muss eine ganze Menge Sand unter dem Offroader herausgeschippt werden bis die Räder wieder ausreichend Halt finden. Unter den Bedingungen kein schönes Vergnügen. Doch die Kameradschaft ist überwältigend, bevor man eine Schaufel ausgepackt hat steht schon ein zweites Fahrzeug zur Bergung bereit. Mit einem kleinen Zug am Bergegurt kommt der Havarist am schnellsten wieder frei- das berühmte Bergebier gibt es dann abends beim geselligen Zusammensein.

Die Gruppe hilft sich, denn schon beim nächsten Überstieg kann man vielleicht selbst die Hilfe beanspruchen.

Die Gruppe hilft sich, denn schon beim nächsten Überstieg kann man vielleicht selbst die Hilfe beanspruchen.

Als wir am Nachmittag anhalten schlägt mir eine unglaubliche Hitze aus dem Motorraum ins Gesicht. Aber auch die Getriebe sind viel zu heiß. Das sonst so zähflüssige Getriebeöl ist jetzt dünnflüssig wie Diesel und die Dichtgummis extrem weich. Unter diesen Bedingungen zeigen sich an den Simmerringen von 2 Fahrzeugen Öltropfen. Wir beschließen zur Vorsicht, die Technik  über Nacht auskühlen zu lassen, richten uns häuslich ein und nutzen den Feierabend zum Entspannen, Brotbacken, und genießen den Sonnenuntergang in den Dünen.

Das Nachtlager in den Dünen ist immer wieder ein Highlight und mit einer der Gründe warum wir die Saharatouren machen.

Das Nachtlager in den Dünen ist immer wieder ein Highlight und mit einer der Gründe warum wir die Saharatouren machen.

Morgens ist alles wieder dicht und geht es weiter. Nach und nach kommen wir aus den Dünen.

Ein letztes Mal durch den Weichsand.

Ein letztes Mal durch den Weichsand.

Heute fahren wir wieder auf Pisten den 11. Längengrad nach Norden und morgen würden wir eigentlich Darj erreichen. Ab hier geht es über Asphalt entspannt zurück zur Fähre.

Auf der Piste ist plötzlich eine schwarze Ölspur. Und passend dazu tönt Wolfgang aus demFunk Wolfgang 002 aus dem Funk Stopp, Motorschaden!

Aus der Traum!

26 Jahre treue Dienste, Dünen, Pisten, Weichsand, das alles hat sein treuer 45-er klaglos weggesteckt. Und jetzt, wo es ruhig nach Hause geht quittiert sein 3B- Motor den Dienst?

Der Blick unter die Haube gibt Entwarnung. Ein kleiner Ölschlauch war geplatzt und der Öldruckgeber hat vorsorglich den Motor abgestellt. Nachdem der Schlauch ersetzt ist und Öl aufgefüllt wurde meldet sich der Motor in bester Gesundheit zurück. Und wir fahren in den nächsten Tagen tatsächlich entspannt zurück zur Fähre.

Entspanntes Cruisen mit blattgefedertem Kulturgut auf angenehm zu fahrenden Pisten.

Entspanntes Cruisen mit blattgefedertem Kulturgut auf angenehm zu fahrenden Pisten.

Hier können wir nun auf eine erfreuliche Bilanz blicken. Basti hatte Recht behalten mit seiner Frage: „Warum sollen wir die alten Cruiser nicht mitnehmen?“ Die Defekte die die Gruppe ereilte sind insgesamt kaum der Rede wert, ein geplatzter Schlauch, ein Sprengring, ein Schalter, ein platter Reifen, einige Glühbirnchen und ein defektes Pümpchen.

Guut gemacht Johann! Der 3B-Motor war älter und hat 2 Zylinder weniger als die anderen Motoren und hat eindrucksvoll gezeigt das Leistung nicht immer das Maß der Dinge ist.

Guut gemacht Johann! Der 3B-Motor war älter und hat 2 Zylinder weniger als die anderen Motoren und hat eindrucksvoll gezeigt das Leistung nicht immer das Maß der Dinge ist.

Und der Jeep? Die unvernünftig weit überhängenden Lasten machten sich vor allem auf den Pisten bemerkbar und zeugten davon dass er für diese extreme Reise einfach zu klein und das Fahrwerk überfordert ist. Aber auch er steckte die Strapazen weg und meisterte die Tour mit nur kleinen Blessuren.

In Anbetracht der extremen Bedingungen haben die LandCruiser Ihrem Ruf alle Ehre gemacht, auch die älteren blattgefederten Fahrzeuge standen dem in nichts nach. Und Basti kann zu recht stolz sein, denn dank seiner guten Vorbereitung blieb der Stress zu Hause und wir haben nun ein Erlebnis mehr auf das wir entspannt zurückblicken können.

Und das Märchen endet am Gotthard wie es im Erzgebirge begann, bei kalten Temperaturen und Schnee.

Und das Märchen endet am Gotthard wie es im Erzgebirge begann, bei kalten Temperaturen und Schnee.